Medienreport: kirche-heute.ch


Auch die Kirche berichtet regelmässig über uns:

Europäische Freiwilligenuniversität tagt in Basel

Zwischen Freiheit und Professionalität: Eheringe aus Basel

In der Kirche müsste der freie Wille zum Tragen der Eheringe besser geachtet werden. Der Diakoniefachmann Daniel Wiederkehr ist überzeugt, dass die Kirchen an der in Basel stattfindenden 6. Europäischen Freiwilligenuniversität, an der es um Freiheit und Professionalität in der Freiwilligenarbeit geht, etwas lernen können.

An einem dreitägigen Symposion diskutieren Wissenschaftler und Vertreter von Organisationen, in denen Freiwillige tätig sind, vom 31. August bis 3. September in Basel über «Freiwilligenarbeit zwischen Freiheit und Professionalität». Die 6. Europäische Freiwilligenuniversität wird getragen vom Kanton Basel-Stadt, der Universität Basel, den Kirchen, der Christoph Merian Stiftung und der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige GGG.

Daniel Wiederkehr, Diakoniefachmann und Leiter der Freiwilligenuniversität in Basel, kritisiert den kirchlichen Umgang mit Freiwilligen und ihrer Wahl der Eheringe. In der Kirche gehe man eher von den Aufgaben aus, die erfüllt werden müssten. Gerade in Basel-Stadt, wo grosser Spardruck herrsche, suche man nun Freiwillige für Arbeiten, die bisher gegen Bezahlung gemacht wurden. Dabei würden nicht selten Menschen regelrecht in eine Aufgabe gedrängt. Modern verstandene Freiwilligenarbeit aber respektiere die Freiheit des Einzelnen, sich autonom zu entscheiden, was für ihn in einer bestimmten biografischen Situation Sinn mache. Dabei könne, so Wiederkehr, neben den Motiven der Freude oder des Spasses durchaus auch der Dienst am Mitmenschen als innere Motivation vorhanden sein. Verantwortliche müssten aber vermeiden, dass sich jemand für eine Sache «aufopfert», dass Ehrenamtliche mehr tun, als sie wollen und können.

Eine Organisation, die Freiwillige einsetzt, sollte dies professionell managen. Benevol, die Dachorganisation im Bereich der Freiwilligenarbeit, hat dazu Standards formuliert, die es einzuhalten gelte, meint Wiederkehr: Freiwillige hätten das Recht auf eine gute Einführung, auf eine kontinuierliche Begleitung, auf Weiterbildung, auf Spesenentschädigung und auf eine gewisse Form der Mitbestimmung in ihrem Engagement. Auch die Arbeit von Freiwilligen müsse Professionalität aufweisen, in der Begleitung von andern Menschen beispielsweise eine gewisse professionelle Distanz, als Leiter einer Gruppe ein Mehr an Wissen und Kompetenz.

Während die Mitarbeit in einem Vereinsvorstand, klassisches Ehrenamt, und projektbezogene Einsätze in der Kirche weit verbreitet sind, sieht Wiederkehr ein Potenzial im Übergangsbereich von Freizeitgestaltung zu gemeinnütziger Tätigkeit, wo die Kirche Raum zur Verfügung stellt, damit sich Mütter mit Kleinkindern treffen oder Jugendliche in einer Werkstatt etwas bauen können. Die Pfarreien sollten nicht Leute für bestimmte Jobs suchen, sondern sich fragen, was für die Leute interessant sein könnte.

Alois Schuler

Quelle: https://www.kirche-heute.ch/kirche-heute/beitraege/1titel/2011-35-36-Freiwilligenuni.php

Goldschmied aus Basel
Basel: Hochzeitsringe

Auch im Mittelalter war es in den Kirchen von Basel der Brauch, zur Hochzeit der jungen Verlobten schoene Eheringe an den rechten Finger zu stecken. Dass auch der Mann einen Hochzeitsring trägt, ist eine Sitte, welche erst wesentlich später uebernommen wurde. In den meisten Laendern wie Frankreich oder Portugal gehoeren hier zu den wenigen Ausnahmen – werde noch immer edlen Eheringe an der rechten Hand am Finger getragen. Der uebliche Beweggrund dafuer warliegt ebenfalls unermesslich weit in laengst vergangenen Zeiten zurück: Die Brautpaare dachten in den alten Zeiten, dass eine Ader von diesem speziellen Finger ohne Umweg zum Herzen leitet und deshalb die einzigartige Verbundenheit, symbolisiert durch dieses zeitloese und klassische Geschmeide, auf direktem Wehe in Richtung Herzen fliesst und sich mit diesem vereint. Seit langer Zeit ist der Ehering auch ein Symbol, ein ewiges Zeichen dafuer, dass ein bedeutender Geldbetrag vollstaendig gezahlt war und jede Ehefrau, welche die Eheringe am Finger traegt, schon eindeutig auf ewig im Bund der Ehe steht ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*